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Krätze in Deutschland

Krätze breitet sich in Deutschland wieder aus

Krätze kann sehr unangenehm sein, denn sie wird durch Milben ausgelöst, die sich in die Haut praktisch eingraben. Eine Ansteckungsgefahr gibt es nur, wenn über längere Zeit ein ständiger Hautkontakt stattfindet, das normale Händeschütteln reicht nicht aus, um sich mit Krätze anzustecken.

Die Zielgruppe, die sich am leichtesten anstecken kann, sind Kinder, denn sie spielen zeitweise auf engstem Raum miteinander und dabei können die unangenehmen Tierchen leicht ihr Revier wechseln. Außerdem ist bei Kindern das Immunsystem natürlich noch nicht voll ausgereift und die Gefahr sich mit Krätze anzustecken ist weitaus höher, als wie bei einem Erwachsenen.

Allerdings ist es gerade in der heutigen Zeit gut möglich, das sich in Obdachlosenheimen oder auch in Krankenhäusern, Menschen mit Krätze infizieren. Viele behaupten auch, dass Krätze nur diejenigen befallen kann, die es mit der Körperhygiene nicht so genau nehmen, doch das ist völliger Unsinn, auch die intensivste Körperpflege kann nicht vor Krätze schützen.

Wie oft kommt Krätze vor?

Es gibt keinerlei Statistiken über den Ausbruch von Krätze, wenn es zu einer Epidemie kommt, sind die Herde allerdings in Kindergärten, Obdachlosenunterkünften und in Krankenhäusern zu suchen. Der letzte große Krätzfall spielte sich zwischen 2010 und 2011 in Duisburg ab, dort war ein Seniorenheim mit den Milben befallen.

Übertragen wird Krätze durch die gleichnamige Milbe, darunter fallen die weiblichen Spinnen ähnlichen Tiere, die eine Größe von 0,5 Millimetern erreichen können, sie sind auch die Überträger, denn sie ist es, die sich einen Weg in  die Epidermis graben um dort ihre Eier und Kot abzulegen.

Wie äußert sich Krätze?

Es kommt darauf an, ob der Mensch schon öfter mit Krätze zu tun hatte, denn bei dem ersten Befall kann es gut 6 Wochen dauern, bis ein leichtes Brennen sich zu einem starken Juckreiz entwickelt. Ist dieser Befall schon öfter durchlaufen worden, kann bereits nach ein bis zwei Tagen eine Infektion stattfinden.

Als nächstes Stadium treten dann meist stecknadelgroße Pusteln auf, die sich durchaus auch großflächig auf der Haut ausbreiten können. Da Krätze natürlich einen Juckreiz auslöst und dabei die Haut noch mehr leidet, ist ein Arzt nicht immer gleich in der Lage, auf einen Befall durch die Erreger zu kommen und ihn zu diagnostizieren. Es gibt natürlich auch andere Hautkrankheiten, die ähnlich aussehen.

Menschen die Krätze bekommen haben, werden in erster Linie mit einer Pernethrin Creme behandelt, aber auch das Einsprühen mit einem Allethrin Spray bringt wirkungsvolle Ergebnisse. Dabei wird aber nicht nur der befallen Teil des Körpers behandelt, sondern der gesamte Körper. Nach ca. 12 Stunden kann dann alles abgeduscht werden, aber wer 14 Tage später immer noch Anzeichen von Juckreiz zeigt, muss die gesamte Prozedur wiederholen.

Zahl der Menschen mit einem  Befall ist in letzter Zeit wieder gestiegen

Ist ein Erwachsener infiziert worden, gibt es keine Meldepflicht, nur bei Gemeinschaftseinrichtungen müssen bekannt Fälle gemeldet werden. Es ist aber deutlich erkennbar, dass die Krätze in den letzten Jahren wieder stark zugenommen hat. Im Januar 2014 wurden Fälle in der Uckermark  bekannt und  aus Daten der Krankenkassen ist ersichtlich, dass die Verschreibungen der Rezepte mit den oben genannten Mitteln von 2007 bis heute sich fast verdoppelt haben.