Krätze was tun gegen Juckreiz

Krätze Juckreiz – besonders nachts ein Alptraum

Krätze ist eine einfach zu behandelnde, jedoch sehr belastende Infektion, da diese mit einem äußerst starken Juckreiz einhergeht. Dieser wird nachts besonders schlimm, sodass viele Betroffene nicht schlafen können. Mit Kühlung kann diesem nächtlichen Alptraum jedoch gegengewirkt werden.

Warum juckt Krätze nachts besonders?

Der Juckreiz bei Krätze wird bei Betroffenen regelmäßig schlimmer, sobald sie im Bett liegen und eigentlich schlafen möchten. Das liegt an der feucht-warmem Umgebung des Bettes, die Krätze-Milben zur Vermehrung und zur Aktivität anregt. Eine erste Maßnahme sollte deshalb sein, so kühl wie möglich zu schlafen. Krätze-Milben bevorzugen Wärme, Feuchtigkeit und Ungestörtheit. Wer morgens duscht, ist am Abend verschwitzter. Es kann sich also lohnen, abends noch einmal zu duschen und den Milben mit reichlich Seife zu Leibe zu rücken, um sie von vermehrter Aktivität in der Nacht abzuhalten.

Was können die Betroffenen tun?

Die warme Umgebung des Bettes muss möglichst gemieden werden, ohne den Betroffenen vom Schlafen abzuhalten. Dazu kann die Heizung heruntergedreht und eine dünnere Decke genutzt werden. Auch ein offenes Fenster kann helfen die Körpertemperatur zu senken. Vor dem Schlafengehen sollten keine aufputschenden und die Körpertemperatur erhöhenden Mittel genommen werden. Dazu gehört zum Beispiel Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Cola, zuckerhaltige Getränke, Säfte und natürlich Energydrinks. Du solltest stattdessen Baldrian-, Lavendel- und Salbeitees trinken, um die Schweißproduktion zu hemmen und den Körper schneller in eine kühlere Schlaftemperatur sinken zu lassen.

Auch langes Fernsehen oder Sitzen am Computer erhöht die Körpertemperatur und erschwert das Einschlafen. Vor dem Schlafengehen empfiehlt sich ein kühler Spaziergang mit möglichst wenigen wärmenden Schichten. Auch ein kühles Bad kann beim Einschlafen ohne Juckreiz helfen. Natürlich sollte nichts davon übertrieben werden. Eine Unterkühlung erschwert das Einschlafen genauso wie starker Juckreiz. Wichtig ist es, jeden Hitzestau zu vermeiden. Decken mit einem hohen Anteil an Synthetik sollten durch atmungsaktive Materialien wie Baumwolle oder Wollgemische ersetzt werden.

Den Juckreiz auch tagsüber mindern

Eine gesteigerte Körperhygiene kann helfen, die Vermehrung der Milben im Zaum zu halten. Starke Seifen, die die Haut normalerweise austrocknen, können für den Krankheitszeitraum angewendet werden. Auch ein mehrmaliges Einreiben pro Tag mit Teebaumöl, Lavendelöl oder stark verdünntem Essigwasser können helfen die Aktivität der Milben und damit den Juckreiz zu unterdrücken. Teebaumöl wirkt besonders gut wegen seines Inhaltsstoffs Terpinen-4-ol. Fertige Krätze-Tinkturen gibt es in Apotheken und im Versandhandel. Auch durch das Kratzen, häufige Waschen und die Milben selbst kann die Haut so ausgetrocknet und strapaziert sein, dass diese auch an Stellen juckt, wo sich keine Milben befinden. Gegen diesen Juckreiz kann Honig oder Aloe Vera helfen. Handelsübliche Cremes sollten vermieden werden, da diese eine feucht-warme Umgebung schaffen, die Krätze-Milben zu vermehrter Aktivität und Fortpflanzung anregt.

Diese Mittel helfen gegen den Juckreiz bei einer Krätze-Infektion:

  • Teebaumöl
  • Lavendelöl
  • Baldrian (innerlich und äußerlich)
  • Seife
  • Essigwasser
  • Krätze-Tinkturen aus der Apotheke oder online

Wie sollte Krätze behandelt werden?

Da Krätze nicht von selbst heilt, sollten niemals nur die Symptome, der Juckreiz, behandelt werden. Eine Behandlung mit Insektiziden ist genauso wichtig. Nur so können die Milben vollständig abgetötet werden. Diese Behandlung ist einfach und schnell, ein Eincremen und einwirken lassen über Nacht genügt. Je nach Medikament muss diese Prozedur einmal oder mehrere Nächte hintereinander durchgeführt werden. Wer auch danach noch unter Juckreiz leidet, sollte einige Tage lang die beschriebenen Hausmittel gegen Juckreiz einsetzen und bei ausbleibender Besserung eine erneute Behandlung mit Insektiziden in Betracht ziehen.