Krätze was tun gegen Juckreiz

Inkubationszeit von Krätze

Inkubationszeit von Krätze

Die Krätze ist eine wirklich unangenehme Hauterkrankung. Um eine ungewollte Übertragung zu verhindern, ist es wichtig, dass Du die Inkubationszeit von Krätze bzw. Scabies kennst. Wir klären Dich auf, damit Du Dich in Deiner Haut wohlfühlst und Dich schützen kannst.

Hintergrundwissen zur Krätze

Bei dem Erreger handelt es sich um eine Art der Spinnentiere, dem Sarcoptes scabiei var. hominis. Die Milbenart setzt sich auf der Haut des Menschen ab und nutzt ihn als Wirt, ernährt sich hier also. Entscheidet sind die Ausscheidungen, die die Krätzemilben hinterlassen, denn sie sind für den Hautausschlag und starken Juckreiz verantwortlich. Die Symptome ähneln einer allergischen Reaktion, der Juckreiz ist nahezu unerträglich und produziert kleine rote Pusteln auf der Haut.
Krätzemilben sind im Übrigen auf der ganzen Welt verbreitet und kommen daher auf allen Kontinenten vor. Aufgrund der Mensch zu Mensch Übertragung wird Krätze zu den Geschlechtskrankheiten gezählt, auch wenn die Ansteckung nicht nur durch sexuelle Aktivitäten erfolgt. Schon allein das Kuscheln zwischen Mutter und Kind oder gemeinsames Spielen reichen aus, damit sich die Milben erneut einen weiteren Wirt suchen.

Übertragung von Krätze

Häufig sind junge Menschen von der Krätze betroffen, insbesondere dann, wenn die Geschlechtspartner wechseln. Weitere Betroffene finden sich aufgrund des ständigen Körperkontaks in Pflegeeinrichtungen bzw. Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen. Hier wird klar, warum die Kategorisierung zu Geschlechtskrankheiten nicht wirklich passend ist. Insofern können also auch Kinder oder Säuglinge erkranken und gleichzeitig andere Personen unwissentlich anstecken. Im Übrigen wird die Krätze in den Herbst- und Wintermonaten weitaus häufiger übertragen als in anderen Jahreszeiten.

Die Inkubationszeit der Krätze

Es dauert sehr lange, bis die Krätze für die betroffene Person sichtbar wird! Bei der ersten Ansteckung treten Symptome und Beschwerden erst nach zwei Wochen auf. Dieser Prozess kann sich bis zu sechs Wochen hinziehen, dramatische Zahlen, da der Betroffene in dieser Phase auch andere Menschen mit Krätze anstecken kann. Insbesondere Menschen, die sich sehr penibel pflegen und intensive Körperpflege betreiben, dauert es lange, bis die Symptome auf der Haut sichtbar und spürbar werden. So können also durchaus vier bis sechs Wochen vergehen, bis die Milben bemerkt werden.

Diese Phase betrifft den genauen Zeitpunkt der Ansteckung bis zum völligen Ausbruch der Krankheit. Diese lange Inkubationszeit verändert sich jedoch, wenn sich extrem viele Krätzemilben auf der Haut niedergelassen haben. Dann können es unter Umständen schon wenige Tage sein, bis diese sichtbar werden. Interessant ist dabei auch die Funktionalität des Immunsystems und die individuelle Hygiene. Ein starkes Immunsystem in Kombination mit häufiger Körperpflege erschwert es den Milben, sich auf der Haut festzusetzen. Das bedeutet, die Anzeichen dauern länger! Dennoch kann die Krätze während der Inkubationszeit durch Körperhygiene nicht aufgehalten werden. Einmal festgesetzt, werden sie sich dennoch vermehren. Auch kräftiges Bürsten der Haut reicht nicht aus, um die Ansteckung zu verhindern.

Während der langen Inkubationszeit können sich also Lebenspartner oder Eltern und Kind unwissentlich voneinander anstecken. Aufgrund dessen taucht die Krätze auch selten bei nur einem Familienmitglied auf. Selbst ohne Geschlechtsverkehr aber bei gemeinsamer Nutzung des Bettes wird die Krätze übertragen. Somit erklärt sich die Frage, warum auch Kinder oder Säuglinge an der Krätze erkranken können. Der enge körperliche Kontakt ist der Schlüssel der Übertragung. Wenn auch selten, so kommt es doch vor, dass die Krätzemilben durch Plüschtiere, Bettwäsche, Handtücher oder Kleidung übertragen werden. Hier ist durchaus angeraten, gemeinsam genutzte Wäsche zu waschen und für mehrere Tage in der Sonne trocknen zu lassen. Die Milben haben ohne den menschlichen Wirt keine Chance zu überleben. So können auch eventuell vorhandene Milben in Kuscheltieren entfernt werden.

Die Entwicklung der Milben erklärt die lange Inkubationszeit

Mit einer Größe von nur 0,2 bis 0,5 Millimeter graben sich geschlechtsreife Weibchen zur Hautoberfläche und legen sich am unteren Rand der Hautschicht ab. Dabei entstehende blind endende Bohrgänge (also mit nur einem Ein- und Ausgang) zwischen 1 – 10 Millimeter. Hier ist ausreichend Platz, um täglich ein bis zwei Eier abzulegen, die sich hier entwickeln. Es dauert ca. drei bis vier Tage bis die Larven schlüpfen und nach nach außen bohren. Weitere 12 bis 15 Tage vergehen, um zu einer erwachsenen Milbe heranzuwachsen. Zu diesem Zeitraum sind sie geschlechtsreif und zeugen eine weitere Generation Milben, die sich ebenfalls in den Bohrgängen festsetzen und schlüpfen. Täglich bohren die Weibchen einen Bohrgang von ca. 0,5 bis 5 Millimeter, die später auf der Haut ersichtlich sind.

Zusammenfassend eine kurze Übersicht über die wichtigsten Fakten der Inkubationszeit von Krätze

– Die Krätze hat eine lange Inkubationszeit zwischen zwei und sechs Wochen.
– Durch intensive Körperpflege und ein gutes Immunsystem verlängert sich die Inkubationszeit.
– Der Entwicklungszyklus eines Weibchens dauert ca. 12 bis 21 Tage, bei Männchen 9 bis 14 Tage.